Liebe Besucher, auf dieser Seite und in den Archieven per Jahr finden Sie Fotos und Video's von Einumer Veranstaltungen, Aktionen und Sehenswürdigkeiten:

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Jahresrückblick 2019 (dieser Link führt zu dem Video auf YouToube)

 

 

 

Einumer Berge (dieser Link führt zu dem Video auf YouToube)

 


17. November 2019 Volkstrauertag an der Marienkapelle Klus

Ca 30 Bürger, sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Einum, folgten der Einladung des Ortsrat Einum, gemeinsam den Volkstrauertag zu begehen. Begleitet von der Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Achtum führte der Trauermarsch vom Ortsgemeinschafthaus (OGH) zur Marienkapelle Klus.


Ortsbürgermeister Otto Hoberg begrüßte die Teilnehmer und wies auf die vielen Kriesenherde in der Welt hin. Frieden ist nicht selbstverständlich.

Es wurde eine Zusammenfassung über die Situation der Heil- und Pflegeanstalt Hildesheim in der NS-Zeit verlesen (Text siehe Rückblick vom 10. November 2019). Im Rahmen des Totengedenkens wurden Texte vorgetragen, versehen mit dem Apell:

Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.

Der Ortsbürgermeister Otto Hoberg legte, mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Einum, einen Kranz an der Marienkapelle Klus nieder.


10. November 2019 Hildesheimer Heil- und Pflegeanstalten zur NS-Zeit

Am 10.11. fand, initiiert vom Ortsrat Einum, eine Stadtführung statt, im Rahmen derer an die Opfer der Heil- und Pflegeanstalt Hildesheim in der NS-Zeit erinnert wurde. Geführt wurden wir ca. eineinhalb Stunden von Herrn Schäfer von dem Projekt der Volkshochschule HildesheimVernetztes Erinnern“. In Rahmen der Stadtführung wurden drei der vier Standorte der Heil- und Pflegeanstalt angesteuert: das Michaeliskloster, das Magdalenenkloster und der Sültekomplex. Der vierte Standort der Anstalt war das landwirtschaftlichen Gut in Einum.

 

Von 1933 an wurde das Gesundheitswesen den rassenpolitischen Zielen des Regimes unterworfen. Psychisch Kranke galten nun als Ballast. 1940 begannen die Euthanasiemorde des NS-Regimes. Im September 1940 wurden mindestens elf jüdische Patienten der Heilanstalt deportiert. Im März 1941 folgten die Transporte im Rahmen der sogenannten T-4-Aktion (=systematische Ermordung von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen unter Leitung der Zentraldienststelle T4 in Berlin). Die Euthanasiemorde an psychisch Kranken erfolgten auf Grundlage eines geheimen Erlasses von Adolf Hitler vom Oktober 1939. Dr. Grimme, der damalige Leiter der Heil- und Pflegeanstalt, bekam eine Liste mit 200 Namen, aus der er 120 Patienten heraussuchen sollte. In Februar 1941 verfasste er eine Denkschrift, in der er seine Zweifel an der Aktion darlegte. Inwieweit versucht wurde die Zahl der Opfer zu begrenzen, indem man sie zum Beispiel als arbeitsfähig einstufte, bleibt unklar. Ein Teil der Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Hildesheim wurde gerettet, weil ihre Angehörigen Kenntnis oder Grüchte von den Plänen erhielten.

 

In März 1941 wurden 120 Insassen der Anstalt in Hildesheim in eine Tötungsanstalt geschickt. So fanden im Rahmen der ersten Euthanasie-Morde bis 1941 etwa 440 Patienten aus Hildesheim den Tod. 1941 wurde in dem Teil der Pflegeanstalt auf dem Sültegelände ein Lazarett der Wehrmachtsverwaltung eingerichtet.

 

Doch auch über 1941 hinaus wurden die Euthanasie-Maßnahmen fortgesetzt. Wie viele Patienten der Hildesheimer Heil- und Pflegeanstalten im Rahmen „rassenhygienischer Maßnahmen“ der Nationalsozialisten ermordet wurden, ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich liegt die Zahl bei ca. 900.

 

Die bisherigen Recherchen haben ergeben, dass von dem landwirtschaftlichen Gut in Einum keine Patienten in den Tötungsanstalten geschickt wurden. Dies ist damit zu begründen, dass die hiesigen Patienten arbeitsfähig waren, was einen wichtigen wirtschaftlichen Aspekt für die Versorgung der Anstalt über die Jahre darstellte.



UMGESTALTUNGSARBEITEN AM KLUSDENKMAL

Seit letzter Woche (37. KW.) gestaltet die Stadt Hildesheim in Absprache mit dem Ortsrat Einum die Flächen vor der Klus um. Hintergrund ist, die Flächen müssen pflegeleichter werden.

Die ehemaligen beidseitigen Kieswege werden verbreitert und bekommen Schotterrasen. Der Vorteil ist, dieser kann wie Rasen gemäht werden und das mühevolle pflegen der Kieswege entfällt. Die Bereiche sind hierdurch aber trotzdem auch bei schlechtem Wetter gut zu begehen. Bereits im Frühjahr wurde die Hecke auf den Stock gesetzt und ist nun verjüngt wieder ausgetrieben. Die Stadt Hildesheim wird die lückigen Bereiche der Hecke im Zuge dieser Arbeiten mit neuen Pflanzen ausbessern.

Auf der ehemaligen Rasenfläche wird eine Bienenwiese eingesät.


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