HAZ Aktiv in der Region
Rückblick auf die 50-Jahr Feier der
Faschingsgilde.
RM vom 14.07.2023
HAZ Aktiv in der Region
Viele Unfälle auf B1-Kreuzung in
Hildesheim:
erst neue Ampelschaltung, später Umbau?
RM vom 07.06.2023
Hildesheim - Wichtige Voraussetzungen für eine mögliche Umgestaltung der unfallträchtigen Kreuzung der Bundesstraße 1 mit den Zufahrten nach Bavenstedt und zum Glockensteinfeld zu einem Kreisel dürften frühestens im nächsten Jahr erfüllt sein. Nun wird eine Zwischenlösung geprüft.
Hildesheim - Eine veränderte Ampelschaltung könnte die unfallträchtige Kreuzung der Bundesstraße 1 mit den Zufahrten nach Bavenstedt und zum Glockensteinfeld kurzfristig entschärfen. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins von Vertretern der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie der Stadt Hildesheim und Einums Ortsbürgermeister Simon Bauermeister (CDU). Letzterer fordert, die Kreuzung durch einen Kreisel zu ersetzen. Der Einumer Ortsrat wirbt seit gut zehn Jahren für eine solche Lösung.
Durch die Pläne des Lebensmittel-Logistikers Transgourmet für eine deutliche Vergrößerung des Standorts Hildesheim mit entsprechend mehr Lieferverkehr hat die Debatte neuen Schwung bekommen. Erst recht, weil die Polizeiinspektion Hildesheim in ihrer Stellungnahme zur dafür nötigen Änderung des Bebauungsplans für das Glockensteinfeld dringend eine Entschärfung der Kreuzung angemahnt hat, die seit Jahren ein Unfallschwerpunkt ist.
Immer wieder kommt es zu schweren Zusammenstößen, meist mit Lastwagen. Pro Tag sind auf dem Streckenabschnitt knapp 11 000 Autos und rund 500 Lastwagen unterwegs, Tendenz steigend. Die Stadtverwaltung folgte der Forderung allerdings nicht und erklärte, sie rechne nicht mit einer nennenswert steigenden Verkehrsbelastung.
Die Straßenbau-Behörde des Landes ist allerdings auch unabhängig vom Bebauungsplan und der Haltung der Stadt dazu aktiv geworden. Sie plant unter anderem Vermessungen, Bodenerkundungen und eine Untersuchung zum Artenschutz in dem Gebiet – um herauszufinden, ob und unter welchen Bedingungen die Kreuzung „umgebaut werden kann beziehungsweise muss“.
Bis es dabei ins Detail geht, kann es allerdings noch etwas dauern. Denn ein wichtiger Bestandteil der Prüfungen, die die Landesbehörde plant, soll eine aktuelle Verkehrszählung sein. Die will das Amt aber noch nicht anstoßen – weil es wegen der laufenden Bauarbeiten an der B1-Brücke über die Autobahn 7 derzeit nicht mit tragfähigen Ergebnissen rechnet. Vielmehr könne eine solche Zählung „erst nach der Freigabe aller Fahrbeziehungen sowie Fertigstellung der Maßnahme an der A 7 erfolgen“, betonte ein Sprecher. Das heißt: frühestens im nächsten Jahr.
Wie die Behörde weiter erklärte, soll für eine kurzfristige Lösung überprüft werden, ob die bestehende Ampelschaltung an der Kreuzung verändert werden kann und ob dies eine Entschärfung bringen könnte. „Diese Entscheidung steht noch aus“, sagte ein Sprecher in dieser Woche.
Baugebiet auf den Weg gebracht
RM vom 23.01.2023
Bedenken wegen Verkehrsaufkommen
Einum. Das Neubaugebiet Große Barnte in Einum ist auf den Weg gebracht: In einer Sondersitzung des Einumer Ortsrates wurden Bebauungsplan und Bebauungsentwurf erstmals vorgestellt. Die Sitzung war extra anberaumt worden, damit die Anhörung im Ortsrat noch vor der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Mobilität (StUM) stattfinden konnte.
Ortsbürgermeister Simon Bauermeister (CDU) und seine Ortsratskollegen befassten sich mehr als zwei Stunden mit dem Bebauungsplan, erfragten sehr viele Details und ließen auch die anwesenden Bürger und Bürgerinnen zu Wort kommen.
Das Baugebiet liegt südlich der Bundesstraße 1 (Alte Heerstraße) auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche und wird über die Straße Große Barnte erschlossen. Von dort soll künftig eine Ringstraße durch das Wohngebiet führen.
Der Bebauungsentwurf sieht in Nachbarschaft des Bäckereibetriebes im Norden des Gebietes zwei Mehrfamilienhäuser mit gefördertem Wohnungsbau über zwei Vollgeschosse vor. In einer Lücke zwischen der schon bestehenden Bebauung Große Barnte sollen Reihenhäuser entstehen, hier beginnt auch die Erschließungsstraße.
Außerdem sind im Baugebiet sieben Doppelhäuser und 24 Einfamilienhäuser geplant. Die Häuser erhalten teilweise Flach-, teilweise Pultdächer. Daniel Pilot vom Fachbereich Stadtteilplanung und Planverfahren betonte, es handele sich lediglich um einen Entwurf, der im Detail noch nicht feststehe.
Bedenken der Ortspolitiker und Ortspolitikerinnen sowie der Einwohner und Einwohnerinnen betrafen vor allem den Verkehr. Das Verkehrsgutachten lasse den Sportplatz außen vor, beanstandete Bauermeister.
Trainingsbetrieb und Spiele führten jedoch oft zu erheblich höherem Verkehrsaufkommen auf der Großen Barnte, das müsse berücksichtigt werden. Auch Lärm und Licht gingen vom Sportplatz aus. Diese Faktoren müssten in den Gutachten benannt werden, um spätere Beschwerden zu vermeiden.
Ein Anwohner forderte, die Ringstraße solle verkehrsberuhigte Zone werden, das sei in einer früheren Sitzung zugesagt worden.
Es sei schon jetzt schwierig, bei hohem Verkehrsaufkommen von der Großen Barnte nach links auf die B 1 abzubiegen, äußerten Anwohnende. Der Ortsrat machte den Vorschlag, eine Kontaktschleife zu legen und mit der nahegelegenen Fußgängerampel über die B 1 zu verbinden, um mit Hilfe der Ampelschaltung das Einbiegen zu erleichtern.
Zu den Grundstückspreisen könne er noch keine Aussage machen, erklärte Andreas Kutscher, Prokurist des Investors NLG (Niedersächsische Landgesellschaft). Zuvor müssten Kostenfaktoren wie die archäologische Untersuchung, ein Gutachten zum Feldhamsteraufkommen sowie die Erschließungskosten geklärt sein.
Die Vermarktung beginne voraussichtlich im Frühjahr 2024.
Große Barnte: Beschluss erst im März
RM vom 23.01.2023
Baugebiet ist Thema beim Neujahrsempfang.
Zusammenhalt als Chance, die Krisen der Gegenwart und Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen: Mehrfach wurde die Dorfgemeinschaft beim Neujahrsempfang in Einum als besonders engagiert hervorgehoben. Einen Eindruck davon gab Ortsbürgermeister Simon Bauermeister (CDU) mit einem Rückblick auf Veranstaltungen des vergangenen Jahres und einer Vorausschau auf 2023. Zu den wesentlichen Themen dieses Jahres gehört die Entwicklung des Neubaugebietes Große Barnte. Hier sollen Bauplätze für 42 Einfamilien- und Doppelhäuser sowie zwei Gebäude im Geschoßwohnungsbau entstehen.
Bei der ersten Vorstellung des Bebauungsplanentwurfs im Mai 2022 war der Auslegungsbeschluss noch für den Herbst/Winter desselben Jahres geplant, wurde dann verschoben und stand zuletzt auf der Tagesordnung der Ortsratssitzung am 25. Januar 2023. Den Termin habe die Stadt nicht halten können, bedauerte Bauermeister. Das sei ärgerlich, der Ortsrat wünsche aber keine Konfrontation, sondern weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Für den 1. März sei eine Sondersitzung angesetzt, bei der ausführlich über das Baugebiet informiert, sowie über den Auslegungsbeschluss abgestimmt werden soll.
Das Planverfahren für das Einumer Baugebiet sei keineswegs hinten angestellt worden, sondern werde gleichzeitig mit zahlreichen anderen Projekten in Hildesheim bearbeitet, erklärte Oberbürgermeister Ingo Meyer auf Nachfrage der HAZ.
Schuld an der Verzögerung seien die bekannten Gründe: Personalmangel und zeitweise sehr hohe Krankenstände in der Verwaltung, sowie unvorhergesehene Aufgaben durch andere Baustellen in der Stadt.
Der Ortsrat wolle sich in Zukunft noch mehr um die Einbeziehung von Zugezogenen bemühen, sagte Bauermeister. Die Einwohner und Einwohnerinnen würden außerdem in den Ortsratssitzungen, durch Homepage, Newsletter oder Hauswurfsendungen über die Angelegenheiten des Ortes informiert – auch zum Thema Windpark „Ilse“. Aus seiner Sicht, so Bauermeister, „ein schönes Projekt, um beim Thema erneuerbare Energien weiterzukommen.“
Die Faschingsgilde feiert ihr 50-jähriges Bestehen und sorgte aus diesem Anlass beim Empfang für die Getränke. Die Brüder Hans-Christian und Benedikt Skorka präsentierten als musikalische Einlage zwei selbstgedichtete Lieder über Einum.
120 000 Euro Schaden in Einum: Nächster Geldautomat gesprengt.
RM vom 31.12.2022
Erneut haben Unbekannte im Landkreis Hildesheim einen Bankautomaten gesprengt.
Investoren planen Riesen-Windpark mit 14 Großanlagen nahe Hildesheim
RM vom 15.12.2022
Bei Hildesheim soll ein riesiger Windpark entstehen, so wünschen es sich örtliche Investoren. Wie groß soll er werden, wie hoch werden die Anlagen, was soll das kosten und was soll es bringen, wie ist der Zeitplan? Erste Antworten auf zentrale Fragen.
Hildesheim - Das dürfte das Landschaftsbild massiv verändern. Einen für Hildesheimer Verhältnisse gigantischen Windpark wollen örtliche Investoren gemeinsam mit der Firma Innovent im Osten Hildesheims errichten – in erster Linie im Gebiet der Gemeinde Schellerten, aber auch auf Hildesheimer Flächen. Erste Pläne sehen 14 Windräder vor. Jede Anlage soll bis zu 240 Meter hoch werden, die Beteiligten wollen gut 100 Millionen Euro investieren. Doch es gibt noch einige Hürden. Am Mittwochabend wurde das Projekt erstmals öffentlich im Einumer Ortsrat vorgestellt. Nur zwölf Bürgerinnen und Bürger waren dabei, Gegenwind gab es kaum.
Wo soll der Windpark entstehen?
Die Initiatoren haben die recht große Feldmark zwischen den Ortschaften Einum, Achtum, Uppen, Wendhausen, Ottbergen, Dinklar und Bettmar ausgeguckt. Das Gebiet, in Einum auch als Landwehr bekannt, ist eine der größten unbesiedelten Flächen im Kreis Hildesheim außerhalb der Waldgebiete. Der Windpark soll in Anlehnung an den dort fließenden Ilsebach „Ilse“ heißen.
Wie wollen die Investoren bauen?
Nach Angaben von Innovent-Vertreter Dirk Ihmels ist es in diesem Gebiet möglich, einen Windpark mit 14 Windrädern auf einer Fläche von 300 Hektar zu bauen und dabei von jedem Windrad mindestens 1,1 Kilometer Abstand zum nächsten Wohnhaus zu wahren. „Das ist mehr als vorgeschrieben“, betonte er. Tatsächlich gilt im Landkreis eine 750-Meter-Regel. Im Windpark zwischen Einum, Bettmar und Hönnersum hat sich Innovent mit den beteiligten Kommunen auf einen Mindestabstand von 900 Metern verständigt, allerdings sind die Anlagen dort nicht so hoch.
Wie viel Strom sollen die Anlagen liefern?
Bis zu 14 Windräder heutiger Maximalgröße sehen die Pläne vor. Die Nabenhöhe der Anlagen würde bei 160 bis 170 Metern liegen. Steht ein Rotorblatt senkrecht nach oben, würde die Spitze eine Höhe von 230 bis 240 Metern erreichen. Jede Anlage würde laut Ihmels zwischen 7 und 7,5 Millionen Euro kosten und könnte pro Jahr rund 16 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Insgesamt käme der Windpark so auf 224 Millionen Kilowattstunden Jahresproduktion, was rechnerisch für rund 50.000 Vier-Personen-Haushalte reichen würde – und damit für einen Großteil der Bevölkerung des Landkreises.
Was soll mit dem Strom passieren?
Da Windstrom nicht konstant fließt, sondern wie bei Photovoltaik abhängig vom Wetter mal mehr und mal weniger davon produziert wird, kann der Windpark nicht einfach eine bestimmte Region versorgen. Stattdessen soll er über ein eigenes Umspannwerk an das überregionale Stromnetz angeschlossen werden, in dem er damit den Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen erhöht. Innovent-Vertreter Ihmels wollte aber auch nicht ausschließen, dass perspektivisch große Batteriespeicher oder ein Elektrolyseur zur Erzeugung von grünem Wasserstoff installiert werden, um überschüssigen Windstrom aufzunehmen.
Wer steht hinter dem Projekt?
Die Initiative für den Windpark geht von einer Gruppe von Grundeigentümern im besagten Gebiet aus. Etwa 50 der 70 Eigentümer haben sich in einer Art Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Sprecher für Einum ist der frühere Ortsbürgermeister Stephan Hesse. Die Gruppe hat ihre Vorstellungen verschiedenen auf Planung und Bau spezialisierten Unternehmen präsentiert und fast eine Art Ausschreibung gemacht. Mit der Firma Innovent aus Varel, die bereits den Windpark zwischen Einum, Bettmar und Hönnersum geplant und gebaut hat, gab es die größten Übereinstimmungen. Geplant ist die Gründung einer gemeinsamen Betreibergesellschaft. Die Grundbesitzer der konkreten Windrad-Standorte würden ihr die nötigen Flächen verpachten.
Ziel ist, dass sich auch Bürgerinnen und Bürger der anliegenden Orte über eine Genossenschaft beteiligen können. Die Betreiber-Gesellschaft insgesamt soll so gestaltet werden, dass sie ihre Gewerbesteuer in der Region abführt. Ihmels kündigte zudem freiwillige Spenden an Feuerwehren, Vereine und Verbände in den umliegenden Dörfern an – je mehr Windräder, desto höhere Beträge.
Welche Hürden gibt es?
Die Gemeinde Schellerten hat aktuell zwei Vorranggebiete für Windkraft ausgewiesen – aber nicht im von Innovent und den örtlichen Eigentümern angestrebten Bereich. Die Stadt Hildesheim hat solche Konzentrationsflächen gar nicht ausgewiesen. Ihmels appelliert an beide Kommunen, mit den Investoren zusammen eine solche Planung voranzutreiben: „Dann bekommen sie mehr Steuerungsmöglichkeiten, es gibt mehr Einfluss für die Menschen in der Region und dadurch auch weniger Konfliktpotenzial.“
Der Innovent-Vertreter verwies auf Gesetzesänderungen im Laufe dieses Jahres, vor allem das sogenannte Wind-an-Land-Gesetz. Kommunen, die nicht bis Anfang 2024 Vorranggebiete auswiesen, verlören ihre Steuerungsmöglichkeiten – denn der Windkraft werde inzwischen eine „überragende Bedeutung“ zugeschrieben. Damit gehe eine Privilegierung zum Bau außerhalb von Ortschaften einher, wie es sie schon lange für Biogasanlagen gibt.
Allerdings sind unverändert umfangreiche Prüfungen nötig, von Schallmessungen über die Kartierung von Vögeln und Fledermäusen bis hin zu Vogelschutz, Bodenschutzgutachten und vielen anderen Untersuchungen.
Wann könnte der Bau beginnen?
Planungen, Untersuchungen, Genehmigungsverfahren, Beschaffung von Bauteilen und die Beauftragung verschiedener Arbeiten – bis zu einem möglichen Baustart könnten aus Sicht von Dirk Ihmels bestenfalls dreieinhalb Jahre vergehen. Im Schnitt dauern solche Verfahren in Deutschland bislang aber eher sechs bis sieben Jahre. Planungen für einen vergleichbar großen Windpark an der Bundesstraße 3 zwischen Gronau und Elze laufen allerdings schon seit rund zehn Jahren. Zwar ist zuletzt deutlich Bewegung in die Sache gekommen, ein Baubeginn ist aber noch nicht in Sicht.
Wie reagierten die Zuhörer?
Erstaunt waren die Initiatoren des Windparks von der geringen Resonanz. Nur zwölf Zuhörerinnen und Zuhörer kamen am Mittwochabend ins Einumer Ortsgemeinschaftshaus, obwohl das Thema auf der Tagesordnung stand und sich in den umliegenden Orten durchaus herumgesprochen hatte. Nur ein Besucher merkte kritisch an, auch aus weiterer Entfernung würden ihn die Rotorengeräusche von Windrädern stören.
Ortsratsmitglied Thomas Epp (CDU), der ansonsten viel Sympathie für die Windenergie offenbarte, monierte, dass die von Innovent versprochene „bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung“ – es blinkt nur, wenn tatsächlich ein Flugzeug vorbeifliegt – der Windräder nördlich von Einum immer noch nicht umgesetzt sei. Ihmels räumte das ein, verwies aber auf die Deutsche Flugsicherung. Diese müsse den Windpark noch „befliegen“, darauf warte man schon lange. Innovent habe die Technik längst installiert.
Einums Ortsbürgermeister Simon Bauermeister (CDU) äußerte sich indes sehr positiv zu dem Projekt, auch aus dem Publikum gab es mehrheitlich Applaus.
Polizeieinsatz in Einum: Unbekannte haben etliche Fahrzeuge beschädigt. Außerdem haben Jugendliche unter anderem Autofahrer angepöbelt.
In der Zeit von Freitagabend, 20 Uhr, bis Samstagmorgen 6 Uhr sollen eine oder mehrere Personen im Hildesheimer Ortsteil Einum gewütet haben. An mehreren geparkten Fahrzeugen wurden die Außenspiegel abgeschlagen beziehungsweise abgetreten. Nach bisherigen Feststellungen der ermittelnden Beamten waren Fahrzeuge in den Straßen Alte Heerstraße, Große Barnte, Bischof-Wedekin-Straße, Gustav-Giere-Weg und Löwentorstraße betroffen. Bis Samstagmittag zählt die Polizei Hildesheim neun beschädigte Fahrzeuge. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.
Bei der Sachverhaltsaufnahme konnten die Beamten DNA-Spuren, möglicherweise von einem Täter, zu diesen Sachbeschädigungen sichern. Zeugen, die Hinweise zu dem oder den Tätern geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Hildesheim zu melden. Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen wird von der Polizei auf einen mittleren vierstelligen Geldbetrag geschätzt.
Bereits am Freitagabend kam es zudem zu einem polizeilichen Einsatz in Einum. Gemeldet wurden dort zwei Jugendliche, die ihr „Unwesen treiben“, so die Polizei. Die Jugendlichen sollen Passanten angepöbelt, vorbeifahrende Fahrzeuge mit Gegenständen beworfen und unberechtigt fremde Grundstücke betreten haben. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden gemeldeten Jugendlichen und den in der Nacht begangenen Sachbeschädigungen gibt, ist bislang unklar. Die Ermittlungen laufen. uli